13. Juli 2020

Impülschen am Montag, dem 13. Juli


Sei, der du bist!

Herzlich willkommen zu Impülschen am Montag, dem 13. Juli. Die Losung für heute steht in Daniel 9,7 „Du, Herr, bist gerecht, wir aber müssen uns alle heute schämen.“ Und der Epheserbrief schreibt in 2,8: „Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.“
Der dänische Philosoph und Theologe Sören Kierkegaard schrieb: „Gott nötig haben ist nichts, dessen man sich schämen müsste, sondern es ist die Vollkommenheit, und es ist am traurigsten, wenn etwa ein Mensch durchs Leben ginge, ohne zu entdecken, dass er Gott nötig hat.“ (in: EG Bayern, S. 371.)
Henri Nouwen ermutigte uns einmal: „Wünschen wir uns nicht manchmal, wir könnten woanders sein als da, wo wir sind, oder ein anderer sein als der, der wir sind? Wir neigen dazu, uns selbst immer wieder mit anderen zu vergleichen, und fragen uns, warum wir nicht so reich, so intelligent, so bescheiden, so großzügig oder auch so fromm und gläubig wie der eine oder die andere sind. Solche Vergleiche wecken ein Gefühl von Schuld, Scham oder Neid.
 
Es ist sehr wichtig zu erkennen, dass das, wozu wir berufen sind, dort verborgen ist, wo wir sind, und in dem, der wir sind. Wir sind einzigartige, nicht austauschbare menschliche Wesen. Jede(r) einzelne hat eine Berufung, etwas im Leben zu verwirklichen, was kein(e) andere(r) sonst vermag, und es in der konkreten Situation des Hier und Heute zu vollbringen.
 
Durch Vergleichen, ob wir besser oder schlechter als andere sind, werden wir nie zu unserer Berufung finden. Wir sind gut genug, das zu tun, was uns zu tun aufgetragen ist. Sei, der du bist!“
(Aus: Henri Nouwen, Leben hier und jetzt. Jahreslesebuch. Herder Verlag, Freiburg Basel Wien 2012.)






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